(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für alle Verträge zwischen der Wonk.ai GmbH, Stapenhorststr. 50a, 33615 Bielefeld, eingetragen im Handelsregister des Amtsgericht Bielefeld unter HRB 44526 („Anbieter“ oder „manilo“), und ihren Kunden über die Nutzung der Plattform manilo.ai („Plattform“) sowie über den Erwerb und die Nutzung von Guthaben für Übersetzungsleistungen.
(2) Das Angebot des Anbieters richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB werden nicht geschlossen. Der Kunde bestätigt bei der Registrierung und bei jedem Erwerb von Guthaben, dass er in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu. Dies gilt auch, wenn der Anbieter in Kenntnis solcher Bedingungen Leistungen vorbehaltlos erbringt.
(4) Diese AGB gelten in der zum Zeitpunkt des jeweiligen Vertragsschlusses gültigen Fassung. Sie sind auf der Plattform abrufbar und können vom Kunden gespeichert und ausgedruckt werden.
(1) Plattform: die vom Anbieter unter manilo.ai bereitgestellte webbasierte Anwendung einschließlich zugehöriger Schnittstellen, über die der Kunde Dokumente hochladen und maschinell übersetzen lassen kann.
(2) Kundenkonto: der für den Kunden auf der Plattform eingerichtete, zugangsgeschützte Bereich, in dem Guthaben, Aufträge, Rechnungen und Einstellungen verwaltet werden.
(3) Guthaben: das vom Kunden entgeltlich erworbene, in Euro (netto) geführte Nutzungskontingent, das ausschließlich zur Bezahlung von Übersetzungsleistungen des Anbieters auf der Plattform dient (§ 6).
(4) Übersetzungsauftrag: der einzelne, vom Kunden auf der Plattform erteilte Auftrag zur maschinellen Übersetzung eines Dokuments in eine oder mehrere Zielsprachen.
(5) Wort: die Abrechnungseinheit für Übersetzungsaufträge. Ein Wort entspricht sechs Zeichen des zu übersetzenden Textes einschließlich Leer- und Satzzeichen. Nicht mitgezählt werden Inhalte, die die Plattform als nicht übersetzbar einstuft (z. B. reine Zahlen, Artikelnummern, leere Segmente). Die abgerechnete Wortzahl eines Übersetzungsauftrags ergibt sich, indem die Zeichen des zu übersetzenden Textes für alle beauftragten Zielsprachen zusammengezählt, durch sechs geteilt und kaufmännisch auf ganze Wörter gerundet werden. Die so ermittelte Wortzahl wird dem Kunden vor Auftragserteilung angezeigt; sie kann von der Wortzählung anderer Programme abweichen.
(6) Preisliste: die auf der Plattform und im Kundenkonto angezeigten Guthabenpakete und Preise pro Wort je Sprachkombination und Leistungsstufe in der jeweils gültigen Fassung. Maßgeblich sind stets die dem Kunden vor der jeweiligen Bestellung angezeigten Preise.
(1) Die Nutzung der Plattform setzt die Registrierung eines Kundenkontos voraus. Mit Abschluss der Registrierung und deren Bestätigung durch den Anbieter kommt der Nutzungsvertrag über die Plattform zustande. Die Registrierung ist unentgeltlich.
(2) Für die Registrierung sind nur die im Registrierungsformular abgefragten Angaben erforderlich: Name, geschäftliche E-Mail-Adresse. Spätestens mit dem ersten Erwerb von Guthaben hat der Kunde Firma, Rechtsform, Anschrift und seine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer vollständig und wahrheitsgemäß anzugeben; ohne diese Angaben ist der Erwerb von Guthaben nicht möglich. Änderungen der Angaben hat der Kunde unverzüglich im Kundenkonto nachzutragen.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Unternehmereigenschaft des Kunden zu prüfen, hierfür Nachweise anzufordern und die Registrierung ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer wird über das MIAS-/VIES-Verfahren der EU validiert; erweist sie sich als ungültig, kann der Anbieter das Kundenkonto bis zur Klärung sperren und Umsatzsteuer nachberechnen.
(4) Der Kunde hat seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Handlungen, die unter Verwendung der Zugangsdaten des Kunden vorgenommen werden, werden dem Kunden zugerechnet, es sei denn, der Kunde hat die missbräuchliche Verwendung nicht zu vertreten. Bei Verdacht auf Missbrauch hat der Kunde den Anbieter unverzüglich zu informieren.
(5) Jedes Kundenkonto ist einer einzelnen natürlichen Person als Nutzer zugeordnet und darf nur von dieser verwendet werden; eine gemeinsame Nutzung eines Kundenkontos durch mehrere Personen ist nicht gestattet. Handelt der Nutzer für ein Unternehmen, ist dieses Unternehmen Kunde und Vertragspartner. Ein Unternehmen kann für mehrere Mitarbeiter jeweils eigene Kundenkonten registrieren lassen; Kundenkonten und ihre Guthaben werden getrennt geführt und nicht zusammengelegt.
(6) Eine Übertragung des Kundenkontos oder des Guthabens auf andere Personen oder Unternehmen ist ausgeschlossen.
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Plattform zur maschinellen Übersetzung von Dokumenten zur Verfügung. Unterstützt werden die auf der Plattform jeweils aufgeführten Dateiformate und Sprachkombinationen.
(2) Die Übersetzungen werden vollautomatisch durch Systeme der künstlichen Intelligenz (maschinelle Übersetzung) erstellt. Eine Prüfung, Nachbearbeitung oder Freigabe durch menschliche Übersetzer ist nicht Gegenstand der Leistung, soweit sie nicht ausdrücklich als gesonderte Leistungsstufe angeboten und beauftragt wird.
(3) Geschuldet ist die Bereitstellung der Plattformfunktionen und die automatisierte Verarbeitung des vom Kunden hochgeladenen Dokuments in die gewählte Zielsprache unter Erhalt der Dokumentstruktur, soweit das Dateiformat dies zulässt. Maschinelle Übersetzungen sind das Ergebnis probabilistischer Verfahren und können sprachliche, fachliche oder inhaltliche Fehler, Auslassungen oder Mehrdeutigkeiten enthalten. Der Anbieter schuldet keine inhaltliche, terminologische, fachliche oder rechtliche Richtigkeit, Vollständigkeit oder Eignung der Übersetzung für einen bestimmten Verwendungszweck. Übersetzungen sind keine beglaubigten Übersetzungen.
(4) Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform weiterzuentwickeln, die eingesetzten Übersetzungsmodelle zu ändern oder auszutauschen und Funktionen anzupassen, sofern der vertragliche Leistungskern (Abs. 3) gewahrt bleibt.
(5) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Plattform, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeit. Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt und im Voraus angekündigt. Zeiten der Nichtverfügbarkeit lassen das Guthaben unberührt; § 8 bleibt unberührt.
(1) Der Kunde erwirbt Guthaben durch Auswahl eines der in der Preisliste ausgewiesenen Guthabenpakete und den Abschluss des Bestellvorgangs im Stripe-Checkout. Mit Anklicken der Schaltfläche „Zahlen“ gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab; der Vertrag über den Erwerb des Guthabens kommt mit der Bestätigung der Zahlung durch den Anbieter zustande. Der Anbieter bestätigt den Eingang der Bestellung unverzüglich per E-Mail.
(2) Alle Preise verstehen sich in Euro netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Die Umsatzsteuer entsteht mit dem Erwerb des Guthabens und wird in der Rechnung ausgewiesen. Für Kunden mit Sitz in einem anderen EU-Mitgliedstaat, die eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angegeben haben, geht die Steuerschuldnerschaft auf den Kunden über (Reverse-Charge-Verfahren, § 13b UStG / Art. 196 MwStSystRL).
(3) Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe, Ltd. mit den im Bestellvorgang angebotenen Zahlungsarten. Bei Zahlungsarten, deren Zahlungseingang nicht sofort bestätigt wird (insbesondere SEPA-Lastschrift), wird das Guthaben erst nach endgültiger Zahlungsbestätigung gutgeschrieben; der Kunde wird über den Status im Kundenkonto informiert.
(4) Der Kunde erhält nach erfolgreicher Zahlung eine Rechnung in elektronischer Form (PDF) per E-Mail und im Kundenkonto. Der Kunde erklärt sich mit der elektronischen Rechnungsstellung einverstanden.
(5) Wird eine Zahlung rückgängig gemacht, insbesondere durch Rücklastschrift, Rückbuchung oder Chargeback, wird das entsprechende Guthaben dem Kundenkonto wieder belastet. Ein dadurch entstehender negativer Saldo ist vom Kunden unverzüglich auszugleichen; der Anbieter kann das Kundenkonto bis zum Ausgleich sperren. Der Kunde trägt die dem Anbieter dadurch entstehenden Gebühren des Zahlungsdienstleisters, es sei denn, er hat die Rückbuchung nicht zu vertreten.
(1) Mit dem Erwerb eines Guthabenpakets erwirbt der Kunde ein Nutzungskontingent für Übersetzungsleistungen des Anbieters auf der Plattform. Das Guthaben ist kein Zahlungsmittel, kein E-Geld und kein Gutschein für Leistungen Dritter. Es kann ausschließlich im Kundenkonto des Kunden zur Bezahlung von Übersetzungsaufträgen gemäß § 7 verwendet werden.
(2) Das Guthaben ist nicht übertragbar, nicht handelbar und darf nicht an Dritte weitergegeben, verkauft oder verpfändet werden. Eine Zusammenlegung von Guthaben verschiedener Kundenkonten findet nicht statt.
(3) Während der Laufzeit des Nutzungsvertrags besteht kein Anspruch auf Auszahlung, Rücktausch oder anderweitige Erstattung des Guthabens in Geld. Die Erstattung von Restguthaben bei Beendigung des Nutzungsvertrags richtet sich ausschließlich nach § 13 Abs. 5 und 6.
(4) Das entgeltlich erworbene Guthaben unterliegt keiner Verfallsfrist. Es steht dem Kunden zur Verfügung, solange sein Kundenkonto besteht. Das jeweils älteste Guthaben wird zuerst verbraucht.
(5) Unentgeltlich gewährtes Guthaben (z. B. Startguthaben; „Bonusguthaben“) wird getrennt vom entgeltlich erworbenen Guthaben ausgewiesen und vor diesem verbraucht. Es wird nicht erstattet und verfällt mit Beendigung des Nutzungsvertrags. Der Anbieter kann die Gewährung von Bonusguthaben befristen und auf ein Kundenkonto je Nutzer oder Unternehmen beschränken; eine Befristung wird bei Gewährung mitgeteilt.
(6) Der aktuelle Stand des Guthabens, alle Aufladungen und alle Abbuchungen sind für den Kunden jederzeit im Kundenkonto einsehbar. Einwendungen gegen einzelne Abbuchungen hat der Kunde innerhalb von 8 Wochen nach der Abbuchung in Textform geltend zu machen; die Frist gilt nicht für Einwendungen, die der Kunde ohne Verschulden nicht rechtzeitig erheben konnte.
(1) Zur Erteilung eines Übersetzungsauftrags lädt der Kunde das zu übersetzende Dokument hoch und wählt Ausgangs- und Zielsprache(n) sowie gegebenenfalls die Leistungsstufe.
(2) Vor Auftragserteilung zeigt die Plattform dem Kunden die ermittelte Wortzahl des Dokuments, den geltenden Preis pro Wort für die gewählte Sprachkombination und Leistungsstufe sowie den sich daraus ergebenden Gesamtpreis des Auftrags an. Die Wortzahl wird nach der in § 2 Abs. 5 bestimmten Methode ermittelt; sie kann von der Zählung anderer Programme abweichen. Maßgeblich ist die von der Plattform angezeigte Wortzahl.
(3) Mit Bestätigung des Auftrags durch den Kunden wird der angezeigte Gesamtpreis verbindlich. Ein Auftrag kann nur erteilt werden, wenn das verfügbare Guthaben den Gesamtpreis deckt. Mit Auftragserteilung wird der Gesamtpreis im Guthaben reserviert; die endgültige Abbuchung erfolgt mit Bereitstellung der Übersetzung im Kundenkonto. Ein Auftrag kann nach Erteilung nicht mehr storniert werden, es sei denn, die Verarbeitung hat noch nicht begonnen.
(4) Nachträgliche Änderungen des Ausgangsdokuments oder der Zielsprachen gelten als neuer Übersetzungsauftrag.
(5) Der Anbieter ist berechtigt, die Preise pro Wort und die Guthabenpakete mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Preiserhöhungen kündigt der Anbieter dem Kunden mindestens 30 Tage vor ihrem Wirksamwerden in Textform (E-Mail an die im Kundenkonto hinterlegte Adresse) an. Preissenkungen gelten ohne Ankündigung ab Veröffentlichung in der Preisliste.
(6) Widerspricht der Kunde einer angekündigten Preiserhöhung bis zu deren Wirksamwerden in Textform, kann er die Erstattung des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens vorhandenen, entgeltlich erworbenen Restguthabens verlangen; § 13 Abs. 5 Satz 2 bis 4 gilt entsprechend. Der Anbieter weist in der Ankündigung auf das Widerspruchs- und Erstattungsrecht hin. Verbraucht der Kunde das Guthaben nach Wirksamwerden der Preiserhöhung weiter, gelten die neuen Preise.
(1) Schlägt die Verarbeitung eines Übersetzungsauftrags aus technischen Gründen fehl oder wird die Übersetzung nicht bereitgestellt, wird die Reservierung aufgehoben bzw. der abgebuchte Betrag dem Guthaben automatisch wieder gutgeschrieben. Der Kunde wird über den Fehlschlag im Kundenkonto informiert.
(2) Weicht eine bereitgestellte Übersetzung von der Leistungsbeschreibung nach § 4 Abs. 3 ab – insbesondere bei unvollständiger Übersetzung, nicht übersetzten Abschnitten, beschädigter oder nicht lesbarer Zieldatei, falscher Zielsprache oder Verlust der Dokumentstruktur –, kann der Kunde die Übersetzung innerhalb von 14 Tagen nach Bereitstellung über die Plattform oder in Textform unter Beschreibung des Mangels beanstanden.
(3) Bei berechtigter Beanstandung führt der Anbieter die Übersetzung erneut aus (Nacherfüllung). Schlägt die erneute Ausführung fehl oder ist sie dem Kunden nicht zumutbar, schreibt der Anbieter dem Guthaben den für den Auftrag abgebuchten Betrag gut. Weitergehende Gewährleistungsrechte bestehen nicht; § 12 bleibt unberührt.
(4) Beanstandungen, die sich auf stilistische, terminologische oder inhaltliche Präferenzen, auf die in § 4 Abs. 3 beschriebenen Eigenschaften maschineller Übersetzung oder auf Mängel des Ausgangsdokuments beziehen, begründen keinen Anspruch nach Abs. 3. Der Anbieter bemüht sich in diesen Fällen nach billigem Ermessen um eine kulante Lösung.
(5) Die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für bereits bei Vertragsschluss vorhandene Mängel der Plattform nach § 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB ist ausgeschlossen.
(1) Der Kunde gewährleistet, dass er über alle erforderlichen Rechte an den hochgeladenen Dokumenten verfügt, um sie durch den Anbieter übersetzen zu lassen, und dass die Dokumente und ihre Übersetzung keine Rechte Dritter (insbesondere Urheber-, Marken-, Persönlichkeits- oder Datenschutzrechte) verletzen und nicht gegen geltendes Recht verstoßen.
(2) Der Kunde darf die Plattform nicht nutzen, um rechtswidrige Inhalte zu übersetzen, die Plattform oder die eingesetzten Modelle zu überlasten, auszuforschen, nachzubilden oder in ihrer Funktion zu beeinträchtigen, oder um einen konkurrierenden Übersetzungsdienst aufzubauen.
(3) Der Kunde ist verpflichtet, Übersetzungen vor ihrer Verwendung – insbesondere vor Veröffentlichung, Weitergabe an Dritte oder Verwendung in rechtlich, medizinisch, sicherheitstechnisch oder finanziell relevanten Zusammenhängen – auf Richtigkeit und Eignung zu prüfen. Die Übersetzungen ersetzen keine fachliche Prüfung.
(4) Der Kunde ist für die Sicherung seiner Ausgangsdokumente und der bereitgestellten Übersetzungen selbst verantwortlich. Der Anbieter speichert Dokumente und Übersetzungen nur für die in § 11 Abs. 4 genannte Dauer.
(5) Der Kunde ist dafür verantwortlich, gesetzliche Kennzeichnungs- und Transparenzpflichten einzuhalten, die ihn bei der Veröffentlichung KI-generierter Texte treffen können (insbesondere Art. 50 Abs. 4 der Verordnung (EU) 2024/1689). Der Anbieter stellt im Kundenkonto Informationen darüber bereit, dass die Übersetzungen mittels künstlicher Intelligenz erstellt wurden.
(6) Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die auf einer schuldhaften Verletzung der Pflichten aus Abs. 1 bis 3 beruhen, einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung. Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich über geltend gemachte Ansprüche und überlässt ihm, soweit möglich, die Verteidigung.
(1) Alle Rechte an den vom Kunden hochgeladenen Dokumenten verbleiben beim Kunden. Der Kunde räumt dem Anbieter das nicht ausschließliche, auf die Vertragslaufzeit beschränkte Recht ein, die Dokumente zu speichern, zu vervielfältigen, zu verarbeiten und zu übersetzen, soweit dies zur Erbringung der vertraglichen Leistungen erforderlich ist, und dieses Recht an die in § 11 genannten Subunternehmer im gleichen Umfang weiterzugeben.
(2) Sämtliche Rechte an den erstellten Übersetzungen stehen, soweit sie entstehen, mit ihrer Bereitstellung dem Kunden zu. Soweit dem Anbieter Rechte an den Übersetzungen zustehen sollten, überträgt er diese hiermit auf den Kunden; der Kunde nimmt die Übertragung an.
(3) Der Anbieter verwendet Dokumente und Übersetzungen des Kunden nicht zum Training, zur Feinabstimmung oder zur Verbesserung von Modellen der künstlichen Intelligenz und stellt durch Vereinbarungen mit seinen Subunternehmern sicher, dass auch diese die Inhalte nicht zu solchen Zwecken verwenden. Eine Verwendung zu Referenz- oder Werbezwecken erfolgt nur mit vorheriger Zustimmung des Kunden in Textform.
(4) Der Anbieter ist berechtigt, Metadaten über die Nutzung (z. B. Wortzahl, Sprachkombination, Verarbeitungsdauer, Fehlerquoten) ohne Inhaltsbezug zur Abrechnung, Sicherheit und Verbesserung der Plattform zu verarbeiten.
(1) Der Anbieter behandelt die hochgeladenen Dokumente und die Übersetzungen vertraulich, macht sie nicht öffentlich zugänglich und gibt sie nur an die zur Leistungserbringung eingesetzten Subunternehmer weiter, die entsprechenden Vertraulichkeitspflichten unterliegen.
(2) Soweit der Kunde personenbezogene Daten in Dokumenten hochlädt, verarbeitet der Anbieter diese als Auftragsverarbeiter im Auftrag des Kunden. Die Parteien schließen hierzu den Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, der als Anlage 1 Bestandteil dieser AGB ist und mit der Registrierung wirksam wird. Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass er zur Übermittlung personenbezogener Daten an den Anbieter berechtigt ist.
(3) Der Anbieter setzt zur Leistungserbringung die in Anlage 2 des Auftragsverarbeitungsvertrags (Anlage 1) aufgeführten Subunternehmer, derzeit insbesondere Microsoft Ireland Operations Ltd. (Azure OpenAI Service, KI-Übersetzung) und Hetzner Online GmbH (Hosting, Deutschland) und Host Europe GmbH (E-Mail-Versand, Deutschland); die Zahlungsabwicklung erfolgt über Stripe Payments Europe, Ltd. als eigenständigen Verantwortlichen. Änderungen der Subunternehmer teilt der Anbieter dem Kunden mindestens 4 Wochen vorab in Textform mit; der Kunde kann aus wichtigem Grund widersprechen. Bei Übermittlung in Drittländer stellt der Anbieter geeignete Garantien nach Art. 44 ff. DSGVO sicher.
(4) Hochgeladene Dokumente und bereitgestellte Übersetzungen (Dateien) werden spätestens 48 Stunden nach Bereitstellung der Übersetzung automatisch gelöscht; auf Wunsch des Kunden erfolgt die Löschung früher. Auftrags- und Abrechnungsdaten (z. B. Dateiname, Wortzahl, Sprachkombination, Preis, Zeitstempel, Verarbeitungsprotokoll) bleiben zur Vertragsdurchführung und zur Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten gespeichert. Der KI-Subunternehmer (Microsoft) speichert Ein- und Ausgaben der Verarbeitung zur Missbrauchserkennung für bis zu 30 Tage; auf diese Speicherung hat der Anbieter keinen Einfluss. Nach Beendigung des Nutzungsvertrags werden alle Inhalte des Kunden innerhalb von 30 Tagen gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
(5) Übersetzungsspeicher (Translation Memory): Zur Erkennung von Wiederholungen speichert der Anbieter Segmentpaare aus Ausgangs- und Zieltext kundenbezogen über den einzelnen Übersetzungsauftrag hinaus. Im Übersetzungsspeicher vorhandene Segmente werden bei Folgeaufträgen nicht erneut berechnet. Der Kunde kann den Übersetzungsspeicher jederzeit im Kundenkonto insgesamt oder je Auftrag deaktivieren; in diesem Fall werden Segmentpaare weder gespeichert noch verwendet. Der Übersetzungsspeicher wird ausschließlich für den jeweiligen Kunden verwendet und mit Beendigung des Nutzungsvertrags gelöscht.
(6) Die Verarbeitung personenbezogener Daten des Kunden und seiner Nutzer zur Vertragsdurchführung (Kontodaten, Rechnungsdaten, Nutzungsdaten) erfolgt gemäß der Datenschutzerklärung des Anbieters, abrufbar unter https://www.manilo.ai/datenschutz/
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels, im Umfang einer übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht haftet der Anbieter der Höhe nach begrenzt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und Schäden, die aus der Verwendung fehlerhafter Übersetzungen entstehen, soweit der Kunde seine Prüfpflicht nach § 9 Abs. 3 verletzt hat.
(4) Bei Verlust von Daten haftet der Anbieter im Rahmen der vorstehenden Absätze nur für den Aufwand, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.
(5) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
(1) Der Nutzungsvertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der Kunde kann ihn jederzeit ohne Einhaltung einer Frist durch Löschung des Kundenkontos oder Erklärung in Textform kündigen. Der Anbieter kann den Nutzungsvertrag mit einer Frist von 3 Monaten zum Monatsende in Textform kündigen.
(2) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde schuldhaft gegen § 1 Abs. 2, § 3 Abs. 2, § 6 Abs. 2 oder § 9 Abs. 1 bis 2 verstößt und den Verstoß trotz Abmahnung mit angemessener Frist nicht abstellt, oder wenn der Kunde falsche Angaben zu seiner Unternehmereigenschaft gemacht hat.
(3) Der Anbieter kann das Kundenkonto vorübergehend sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Kunde gegen diese AGB oder geltendes Recht verstößt, bei Rückbuchungen nach § 5 Abs. 5 oder wenn dies zur Abwehr von Sicherheitsrisiken erforderlich ist. Der Anbieter informiert den Kunden über die Sperrung und ihren Grund und hebt sie auf, sobald der Grund entfallen ist. Während einer Sperrung ruht die Nutzung des Guthabens; es verfällt nicht.
(4) Mit Beendigung des Nutzungsvertrags endet das Recht zur Nutzung der Plattform; laufende Übersetzungsaufträge werden noch abgeschlossen. Der Kunde ist verpflichtet, seine Übersetzungen vor Beendigung herunterzuladen; § 11 Abs. 4 gilt.
(5) Entgeltlich erworbenes Guthaben, das bei Beendigung des Nutzungsvertrags nicht verbraucht ist, wird dem Kunden auf Verlangen erstattet. Die Erstattung erfolgt in Höhe des Netto-Restguthabens zuzüglich der bei Erwerb in Rechnung gestellten Umsatzsteuer auf das ursprünglich verwendete Zahlungsmittel, hilfsweise auf ein vom Kunden benanntes Bankkonto in der EU; der Anbieter erteilt eine entsprechende Stornorechnung bzw. Gutschrift. Der Anbieter kann mit fälligen Forderungen gegen den Kunden aus diesem Vertragsverhältnis aufrechnen. Das Verlangen auf Erstattung ist in Textform zu erklären; der Anspruch verjährt nach den gesetzlichen Vorschriften.
(6) Ist das Guthaben ganz oder teilweise über eine Aufladung finanziert, deren Zahlung noch nicht endgültig bestätigt oder die zurückgebucht wurde, erfolgt die Erstattung erst nach endgültiger Klärung der Zahlung.
(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aufgrund einer Änderung der Rechtslage oder Rechtsprechung, aus technischen oder sicherheitsrelevanten Gründen, zur Schließung von Regelungslücken oder wegen einer Änderung der Leistungen nach § 4 Abs. 4 erforderlich ist und die Änderung für den Kunden unter Berücksichtigung der beiderseitigen Interessen zumutbar ist. Änderungen der Hauptleistungspflichten und der Preise sind über dieses Verfahren ausgeschlossen; für Preise gilt § 7 Abs. 5 und 6.
(2) Der Anbieter teilt dem Kunden die geänderten AGB mindestens 6 Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit und weist dabei auf die Änderungen, das Widerspruchsrecht und die Folgen eines unterbliebenen Widerspruchs hin. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden in Textform, gelten die Änderungen als angenommen. Widerspricht der Kunde, hat jede Partei das Recht, den Nutzungsvertrag mit einer Frist von 4 Wochen zu kündigen; § 13 Abs. 5 gilt.
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und der Kollisionsnormen des internationalen Privatrechts.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Bielefeld, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist oder keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat. Der Anbieter bleibt berechtigt, den Kunden an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen.
(3) Vertragssprache ist Deutsch. Diese AGB werden ausschließlich in deutscher Sprache gestellt.
(4) Soweit diese AGB für Erklärungen Textform vorsehen, genügt eine E-Mail. Erklärungen des Anbieters gegenüber dem Kunden erfolgen an die im Kundenkonto hinterlegte E-Mail-Adresse; der Kunde hält diese Adresse aktuell. Erklärungen des Kunden gegenüber dem Anbieter (z. B. Kündigung, Widerspruch, Erstattungsverlangen) können per E-Mail an support [at] wonk.ai abgegeben werden.
(5) Der Kunde kann Rechte aus diesem Vertrag nur mit Zustimmung des Anbieters in Textform abtreten; § 354a HGB bleibt unberührt. Aufrechnen kann der Kunde nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen.
(6) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gelten die gesetzlichen Vorschriften.
Dies ist die erste und aktuelle Fassung (Version 0, gültig ab 08.09.2026). Eine dauerhaft speicherbare Kopie liegt unter /agb/0/.